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57Mile-Lake

Dezember 2, 2001

Schon kurz nach dem Frühstück geht es los, die gleichen 14 Hunde vorgespannt wie gestern und ab zum 57Mile-Lake. Das Thermometer ist zwar von den gestrigen -41°C bereits wieder auf -35°C geklettert, aber es wird wohl doch einen eher kalten Run geben.

Es läuft soweit alles bestens, sogar den engen waldigen und kurvigen Trail meistere ich mit meinen Huskys bestens. Erst an einer ziemlich holperigen Stelle am Waldrand kippe ich den Schlitten.

Auf der Mitte des 37Mile-Lakes geht es vorbei an gleichnamigem Camp weiter zur nächsten Schikane. Es ist ein kurzes, steiles mit viel Holz übersäetes Stück. Sebastian kämpft sich vor mir hinauf und räumt gleich noch einiges Holz aus dem Weg, so dass mir die Passage über den Biberdamm recht gut glückt.

Vom 37Mile-Camp an müssen die Hunde Trail brechen – Sebastian packt mir einen seiner Chickenblocks in den Schlitten und gibt mir Dino anstatt Laica, da Dino nicht richtig zieht.

Während Sebastians Hunde den Trail brechen, stehe ich dauernd auf der Bremse, so dass es mein Team ebenfalls recht schwer hat.

Am 57Mile-Lake gibt es Lunch, d.h. die Hunde bekommen gefrorene Chickenstücke und ich ein Stück Schokolade. Bei Solo und Gremlin noch Booties angelegt und schon geht es wieder zurück.

Auf dem Rückweg passieren wir wieder den Biberdamm – obwohl ich versuche den Schlitten vorher zu bremsen, fahren wir doch recht zügig über die Kante. Im nächsten Moment schiesst der doch über 90kg schwere Schlitten in die Tiefe, der Brushbow bohrt sich in den Dreck, ich schlage mir das Schienbein an und plötzlich sind wir durch (Sebastian hatte sich hier, vor mir, den Brushbow beim Aufprall gebrochen).

Der Rest des Weges verläuft ohne weitere Vorkommnisse, wenn auch die Fahrt durch den Wald recht anstrengend ist. Oft sehe ich meine vorderen Hunde nicht, während ich meinen Schlitten um die Bäume zirkle.

Zu Hause angekommen ist es bereits dunkel – wir sind ca 6 1/2 Stunden gefahren und haben 80 km zurückgelegt, davon ca. die Hälfte ohne Trail.

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