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Copper Basin 300 – die Vorbereitungen -

Januar 10, 2002

Bevor ich nach Whitehorse kam, hatte Sebastian mit Hauke und Steve bereits 1700 Trainingskilometer zurückgelegt und während meiner zwei Monate war ich nochmals 1300 Kilometer mit den Hunden gefahren.

Nebenher hiess es natürlich auch die sonstigen Vorbereitungen für das Rennen zu treffen. D.h. unzählige Plastikbeutel mussten mit Hundefutter, von Chicken, Beef, Pansen, Lachs, Speck, Fett bis zu Trockenfutter gefüllt werden.

Glücklicherweise konnte Mike den grössten Teil des gefrorenen Fleisches in der Stadt mit einer Bandsäge auf die entsprechende Grösse bringen, sonst wären noch unzählige Stunden mit Hacken dazugekommen.

Nachdem alles vorbereitet war, machte Sebastian den Plan an welchen Checkpoint wieviel, von was mitgenommen werden soll. Und anschliessend gab es eine grosse Auslege in der Garage, für jeden Checkpoint einen mehr oder weniger grossen Haufen.

Während des Rennens darf man keine Hilfe von ausserhalb annehmen, daher muss man alles was man benötigt (Hundefutter, Batterien, trockene Handschuhe, Streichhölzer, etc.) in sogenannte Food-drops verpacken und vor dem Rennen abgeben. Wenn man hier nur eine Kleinigkeit vergisst, kann das im Rennen das Ende bedeuten.

Abends in der warmen Stube zeichnete mir Sebastian ein Höhenprofil der Strecke und stellte mir einen Zeitplan auf.

An Weihnachten hatte ich etwas vom Mushing geträumt und am Schluss stand ich auf den Runnern meines Schlittens und vor mir nur noch die leeren Leinen, aber keine Hunde mehr. Dies spiegelt ziemlich gut meine Unsicherheit vor dem bevorstehenden Rennen wider.

Inzwischen sind wir mit allen Hunden in Glenallen (Alaska) und morgen früh um 7°° müssen wir mit unseren Teams auf dem Startgelände sein.
Kurz vor dem Schlafengehen schlage ich mir, beim Wechsel eines Runners, mit der Rückseite meiner Axt mit voller Wucht auf den Daumen.

Jetzt habe ich ein absolutes Tief und beschliesse nicht an den Start des Rennens zu gehen – Sebastians Bemerkungen bei verschiedenen Aktionen, dass dies nur ein kleiner Vorgeschmack auf das Copper Basin sein würde und meine Unsicherheit ob ich mit den Hunden alles richtig machen würde hatten mich zu stark verunsichert.

Wayne mein Handler redet auf mich ein, ich solle doch wenigstens an den Start gehen und Sebastian beschimpft mich, dass ich das den Hunden nicht antun könne.
Schlussendlich stehe ich doch ziemlich nervös mit meinem Gespann am Start.

Auf den folgenden Seiten stelle ich Ihnen zu jeder Etappe ein Paar meines Teams vor und zwar in der Reihenfolge wie Sie eingespannt werden, d.h zuerst die Leader und bei der letzten Etappe die Wheeldogs.

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