Bei der Abfahrt um 14°° befürchte ich bereits, dass es ein längerer Run werden könnte, da wir Snacks für die Hunde einpacken müssen.
Zuerst fahren wir den Telegraph-Trail entlang, dann kommen wir am Rodeo vorbei um nach einigen Schlenkern auf dem Highway-Trail zu landen. Als wir dann bei der Takini-Bridge links abbiegen ist mir klar, dass wir zum Dawson-Trail fahren und somit mindestens sechs Stunden unterwegs sein werden.
Kurz vor dem Einstieg in den Dawson-Trail bekommen die Hunde einen Snack, doch dann fahren wir glatt an der Stelle vorbei – meine Hunde und ich können es kaum glauben.
Sab gibt uns Zeichen ihn zu überholen, dann überholt er wieder uns und zu guter Letzt überhole ich Dirk – klappt alles soweit. Und so fahren wir in neuer Reihenfolge in die Nacht. Nach einer halben Stunde geht Sab vom River einen steilen Berg hinauf. Ich folge ihm und auch Dirk ist kurz hinter mir. Als wir kurz darauf den Berg wieder herunterfahren ist Dirk nirgends zu finden.
Fritz hat sich in ihrer Tugline verheddert und ich habe grosse Schwierigkeiten sie frei zu bekommen, denn Sebastian ist bereits weitergefahren und so zerren die Hunde wie die wilden an den Leinen. Da Fritz heute leider an vorletzter Position läuft heisst das für mich, dass ich mit einer Hand die Zugleine umklammere und versuche 6 Hunde so weit zurückzuziehen, dass ich die Schlinge um Fritz Hinterlauf lösen kann. Es scheinen Ewigkeiten zu vergehen, doch mit der Kraft der Verzweiflung gelingt es mir endlich Fritz zu befreien und glücklicherweise ist ihr auch nichts passiert.
Wir folgen weiter dem Fluss bis zu Frank Turners Kennel, aber kein Dirk zu finden. Da wir bis dahin keine Abzweigung entdeckt haben beschliessen wir heimwärts zu fahren.
Als ich ankomme ist Sab bereits da, aber auf Dirk müssen wir noch eine Stunde warten, denn er kennt die Abzweigung zum Dawson Trail nicht und musste daher den längeren Weg auf dem Takini River nehmen. Gemäss seiner Schilderung ist er den gleichen Weg die Böschung hinauf gefahren, nur da hätten wir ihn sehen müssen?!?
So haben wir, den seit meiner Ankunft längsten Run von 100 km in 7.5 Std zurückgelegt.